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Attentive Machines

2016 bis 2019

Komplexe Fertigungsprozesse und extrem kurze Produkt-Lebenszyklen bringen durch hohe Flexibilitätsanforderungen eine weitergehende Automatisierung der Produktion an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Zukünftige Anwendungen sollen das existierende Leistungsvermögen sog. „intelligenter“ Produktionsanlagen in Bezug auf Genauigkeit und Kraft mit der Flexibilität, Feinmotorik und Intelligenz des Menschen in einer kollaborativen Zusammenarbeit vereinen.

Das Ziel von Attentive Machines ist die Entwicklung von Sensor/Aktuator-Systemen die aktuelle, meist auf reiner Präsenzerkennung basierende Systeme um das Verständnis momentaner Aktivitäten, sowie Wahrnehmung und Einschätzung der mentalen Auslastung von Arbeitern erweitern. Die akademische Motivation dieses Projektes ist es, bisherige Operationsprinzipien partizipativer (Mensch-Maschine) Fertigungssysteme, durch bedienerzentrierte, situationsangepasste und respektvolle Operationsprinzipien zu ersetzen. Das Projekt Attentive Machines zielt daher auf die Entwicklung einer Referenzarchitektur für assistive Produktionsanlagen ab, die in den adressierten Kriterien (Mitarbeiterproduktivität, Arbeitsergonomie, Qualitätssicherung, Motivation, Leistungssteigerung) charakteristische Merkmale menschlicher Assistenz aufweisen.

Die Entwicklungsziele dieses Projektes sind:

  • Entwicklung von modularen Sensor/Aktuator Systemen zur Erweiterung bestehender Produktionsinfrastruktur mit kognitiven Steuerelementen
    • Bedienermodelle (Kognitiver Status, Einordnung der Bedienerfähigkeiten)
    • Erkennungskomponenten (technische Sensoren, Mustererkennung)
    • Assistenzkomponenten (Assistenzaktionen basierend auf Knowledge DB)
  • Realisierung und Evaluierung zweier alternativer Konzepte
  • mobile, personen-getragene, dezentralisierte Sensor/Aktuator Plattform
  • stationäre, in Infrastruktur integrierte Sensor/Aktuator Plattform

Die Entwicklungen werden im Rahmen zweier industrieller Anwendungsszenarien (Fischer Sports GmbH & Aumayr GmbH) integriert und bezüglich der beiden Hauptherausforderungen der kollaborativen Produktion (i) Sicherheit in der Mensch-Maschine Interaktion sowie (ii) Wissensmanagement und –Transfer evaluiert.

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