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Start des Projekts EyeControl im Studio PCA

Im Studio PCA startet im Herbst das Forschungsprojekt EyeControl.

EyeControl fußt auf der Beobachtung, dass Menschen Gegenstände und Geräte ansehen (fokussieren), bevor sie mit ihnen interagieren. Es liegt daher nahe, diese visuelle Pre-Interaktions-Inspektion selbst zum Auslöser von Operation auf den fokussierten Geräten zu machen. EyeControl zielt daher auf Interaktionsmodalitäten ab, in denen der Blick selbst, beabsichtige Aktionen mit industriellen Maschinen und Anlagen auslöst. Auf dem Weg zur blickbasierten Interaktion (Control) mit komplexen industriellen Anlagen kann der Antragsteller auf innerhalb der Forschungsgruppe entwickelte Eye-Tracking Ansätze wie opportunistische Blick-Messung, Echtzeit-Erfassung von Aufmerksamkeit und kognitiver Auslastung basierend auf Fixationen und Sakkaden, sowie Ein-/Aus-Schalten per Blickkontakt aufbauen. EyeControl ist diametral zu traditionellen Augmented und Mixed Reality Lösungen für die Mensch-Maschine Interaktion in der industriellen Produktion.

Im Rahmen des Projektes wird ein Methodenapparat, abgebildet in universellen, allgemein gültigen und wiederverwendbaren Steuerungskomponenten (Pointing, Selecting, Manipulating, etc.) entwickelt, der als eine Sammlung von Plug-and-Play Modulen die Konfiguration blick-basierter Steuerungen in einem weiten industriellen Anwendungsfeld (Konstruktion, Wartung, Zusammenbau, Reparatur, Qualitätssicherung, etc.) vereinfachen soll. Technologisch baut EyeControl auf mobilen Eye-Tracking Sensoren auf, um

  • Blickverhalten in Echtzeit zu analysieren
  • Wahrnehmung und Bewusstsein basierend auf kognitiven Modellen von Fabriksarbeitern zu bewerten
  • Trigger für explizite und implizite Interaktion auf industriellen Anlagen und Maschinen auszulösen.

EyeControl Forschungsergebnisse werden in Szenarien Cyber-Physikalischer Systeme validiert (Industrie 4.0), und in Kooperation mit österreichischen und europäischen Weltmarktführern der industriellen Produktion, voestalpine Stahl und voestalpine Polynorm praktisch realisiert - unter anderem zur Optimierung der Produktqualität durch menschliche visuelle Inspektion, und aufmerksamkeits- und prozessgeleitete Interaktion bei komplexen Montagetätigkeiten. Darüber hinaus stellen die angestrebten Ergebnisse eine fundamentale Grundlage für Mensch-System Interaktion in vielen Anwendungsbereichen wie Medizintechnik, Instandhaltungstechnik, Operations Management, usw. dar.

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